Klingt komisch?

... sollte es aber nicht! Einfache Tipps, die deine Stimme zum Verkaufsinstrument machen.

Von Anna-Lena DeuerlingApr. 2023

Ob bei persönlichen Terminen oder bei der Telefonakquise, im Berufsalltag eines/einer Mediaberater:in kommt man um den direkten Kundenkontakt nicht herum. Man investiert Tag für Tag viel Mühe und Zeit um mit einem angemessenen Auftritt punkten zu können. Mit schickem Anzug, neuer Frisur und gepflegten Äußeren fühlt man sich gleich sicher und selbstbewusst, doch viele vergessen einen sehr wichtigen Aspekt: Den Klang der eigenen Stimme.

Nicht nur im Verkaufsalltag, in allen Bereichen des Lebens ist die Stimme ein wichtiges Instrument. Durch sie wird Selbstbewusstsein und Kompetenz vermittelt – oder eben das Gegenteil. Besonders wichtig ist der Klang deiner Stimme natürlich am Telefon, hier kann man nicht mit Äußerlichkeiten ablenken. Genau wie der Körper im Fitnessstudio, sollte deshalb auch die Stimme im Alltag trainiert werden. Eine einfache Übung ist sich einfach einmal selbst mit einem Diktiergerät oder dem Smartphone aufzuzeichnen und selbstkritisch zu überprüfen. Achte vor allem auf Folgendes:

  • Laustärke – Sprichst du zu laut oder zu leise?
  • Sprechgeschwindigkeit – Das richtige Mittelmaß zu finden ist schwer, versuche immer dich deinem Gegenüber anzupassen.
  • Melodie – Ist dein Redefluss monoton oder abwechslungsreich?
  • Füllwörter – Verwendest du oft Füllwörter wie „äh“ oder „hm“? Das lenkt deinen Gegenüber nur von deiner eigentlichen Botschaft ab, eine kurze Stille ist hingegen nicht schlimm.

Halte Verbesserungsmöglichkeiten an deinem Sprech-Stil fest und versuche gezielt daran zu arbeiten. Wir haben für dich einige einfache Tipps und Übungen zusammenstellt, die dir dabei helfen werden.

1. Haltung und Atmung 

Bist du vor Ort bei deinen Kund:innen oder stellst den Kolleg:innen ein wichtiges Projekt vor, versuche das wenn möglich im Stehen zu tun. Wer sitzt, neigt dazu in sich zusammenzufallen. Ein sicherer, aber bequemer Stand, das Gewicht auf beide Beine verteilt, gibt dir ein positives Körpergefühl, das sich sogleich auf deine Stimme auswirkt.

Nervosität und Anspannung wirken sich negativ auf deine Stimme aus. Das läuft meist so ab: Man atmet in den Brustkorb, hebt dabei die Schultern und spannt dadurch die Halsmuskeln an. Das drückt auf die fürs Sprechen wichtigsten Organe, Kehlkopf und Luftröhre, und es entsteht eine hektische, sogenannte Hochatmung. Richtige Atmung geht in den Bauch. Teste es selbst: Lege beim Einatmen deine Hand auf den Bauch, machst du es richtig, dehnt sich der Bauch nach außen hin und wird „dicker“.

2. Aufwärmphase

Beim Sprechen gilt das Gleiche wie beim Sport: Vorher immer aufwärmen! Lockere zunächst deinen Kiefer, das spielt eine große Rolle für klare Aussprache. Hilfreich ist dabei oft ein Kaugummi, denn beim Kauen werden die gleichen Muskeln beansprucht, wie beim Sprechen. Auch Grimassen ziehen und das Herausstrecken der Zunge lockert wichtige Muskeln.

Ausgiebiges Gähnen kann dir ebenfalls dabei helfen, deine Muskeln im Hals- und Kopfbereich zu entspannen. Ein unterdrücktes Gähnen kann Verspannungen verursachen, die sich wiederum negativ auf deine Stimme auswirken können. Also keine Scham, Mund auf und drauflos gähnen – das gilt natürlich für die Aufwärm-Phase, nicht für den darauffolgenden Termin.

Vergesse bei allen Übungen nie, deine Stimme auch zu benutzen. Brummen Sie ein leichtes „Mhhhm“, schneller und langsamer, höher und tiefer, um die Stimmbänder zu ölen.

3. Zungenbrecher und Korken im Mund

Du merkst das sicher selbst im Gespräch mit anderen: Eine deutliche Aussprache macht das Zuhören viel angenehmer. Um die korrekte Aussprache einzelner Laute zu üben, spreche dir selbst laut Zungenbrecher vor. Wenn du zum Beispiel „Fischers Fritz fischt frische Fische“ vorsagen, geht es nicht um Schnelligkeit, sondern vor allem um deutliches Sprechen und die Korrekte Aussprache der einzelnen Laute. 

Zum Schluss noch ein Übungsklassiker der richtigen Lautbildung: Mit einem Korken zwischen den Zähnen einen Text laut vorlesen. Der Korken zwingt dich, dich klarer zu artikulieren und damit deine Aussprache zu optimieren.

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